Informationen zu mir und gelddialog.de
Darum geht es hier:
Hier geht es ums Geld, Sparen und Investieren. Ich greife Statistiken und Studien auf, möchte zum Vermögensaufbau motivieren, dokumentiere meine Vermögensentwicklung und schreibe auch zu anderen Themen, die mich bewegen.
Das bin ich:
Matthias Rau, gebürtiger Dresdner und Wahl-Leipziger; 1986 geboren. Ich habe mich früh für Technik und Wirtschaft interessiert. Als Jugendlicher habe ich Fahrräder und Computer zusammengeschraubt und am liebsten den Wirtschaftsteil der Zeitung gelesen. Ich habe mich daher für das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens entschieden. Nach dem Diplom habe ich 12 Jahre bei einem Ingenieurdienstleister als Entwickler und Projektleiter im Bereich Medizintechnik in der Nähe von Wiesbaden gearbeitet. Meinem Interesse für Finanzthemen bin ich in der Freizeit nachgegangen. Die Finanzbranche hat mich nie gereizt, sondern eher abgeschreckt: mit ihren Skandalen, ihrem konservativen Erscheinungsbild und ihren Eigeninteressen. Ende 2023 kündigte ich das Angestelltenverhältnis und bin nach Leipzig gezogen, habe mir eine Auszeit gegönnt und mich dann als Finanzmentor selbstständig gemacht.
Darum schreibe ich hier:
2008 habe ich meinen ersten Finanzblog gestartet. Der ging nie online. Weitere folgten in den Jahren 2014, 2016, 2019 und 2020. Auch die gingen nie online. Ich habe sie offline geschrieben, um herauszufinden, ob ich Lust darauf habe. Nach einigen Wochen oder Monaten sind meine Offline-Blogs eingeschlafen, mangels Zeit oder auch Unschlüssigkeit. Da ich fünf Versuche gestartet hatte, lässt sich schlussfolgern, dass ich Lust darauf hatte. In den Jahren beobachtete ich, wie immer mehr Finanzblogs und Coaching-Angebote im Internet erschienen. Viele waren erfolgreich in dem, was ich ebenfalls vor hatte. Das hat mich geärgert. Am meisten ärgerten mich allerdings diejenigen, die mit dubiosen Angeboten sehr erfolgreich waren bzw. sind. Da ich denke, dass ich es besser kann, gehe ich hier mit an den Start.
Vernetze dich mit mir auf LinkedIn!
2022 fing ich an auf LinkedIn Beiträge zu veröffentlichen. Ich habe die Plattform als Alternative zu einem eigenen Blog verwendet. Das hatte Vorteile: Der technische Aufwand war gering und auf Beiträge folgte direktes Feedback. Ich habe mir dort ein kleines Netzwerk aufgebaut. Ich bin weiterhin bei LinkedIn aktiv und veröffentliche dort ähnliche Beiträge wie hier. Folge mir oder vernetze dich mit mir auf LinkedIn.
Darum investiere ich:
Mit dem investieren habe ich begonnen, um irgendwann reich zu sein. Reich sein bedeutet für mich Handlungsoptionen zu haben. Mit viel Geld kann man sich Häuser, Autos, Boote und sonstige Spielereien kaufen, oder einfach seine Zeit genießen und machen, worauf man Lust hat. Mir ging es um letzteres. Die Freiheit hat mich gereizt, über seine Zeit bestimmen zu können. Mit ausreichend Vermögen macht man sich zudem weniger Sorgen um Arbeitslosigkeit, Rentenlücke und Renteneintrittsalter.
FiRe (Financial independence, Retire early):
„Früh in Rente gehen“ ist ein Nischentrend meiner Generation geworden. Die Bewegung ist in den 2010er Jahren aus den USA nach Europa geschwappt. Es ist ein Begriff für etwas, was es schon immer gab; wie auch der mit der FiRe-Bewegung verbundene Begriff „Frugalismus“. Der bezeichnet einen kostengünstigen Lebensstil, um möglichst viel vom Gehalt zu sparen und zu investieren. Die Begriffe halte ich für Humbug; sie beschreiben aber das, was ich gemacht habe bzw. mache.
Das Hobby zum Beruf machen:
Viele aus der FiRe-Gemeinschaft geben vor, frühzeitig in Rente zu gehen oder gegangen zu sein („Rente mit 40“). Das Ziel halte ich für Quatsch. Abgesehen davon geht man nicht „in Rente“, sondern wird Privatier. Das machen allerdings die wenigsten. Die meisten sind ehrgeizig hinsichtlich ihrer beruflichen und finanziellen Ziele und entsprechend geschäftstüchtig. Das empfinde ich unehrlich an dieser Community, falls es überhaupt etwas wie eine Community geben sollte. Arbeit hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Man definiert sich darüber, erfährt Anerkennung und Respekt. Das eigentliche Ziel ist oft der: Genügend Geld zu haben und beruflich das zu machen, was einen am meisten reizt; ohne den Druck, Geld verdienen zu müssen, um die monatlichen Rechnungen begleichen zu können. Arbeiten zu den eigenen Bedingungen und frei über seine Zeit entscheiden können, das ist meistens das eigentliche Ziel.
Job gekündigt:
Nach zwölf Jahren Arbeit im Angestelltenverhältnis habe ich gekündigt. Ich war frustriert: Keine Gehaltssteigerung, keine Anreize, keine Weiterbildung, keine Gestaltungsmöglichkeit. Die Arbeit hat mich mehr und mehr gelangweilt. Ich hatte ausreichend Vermögen, um halbwegs sicher und sorgenfrei diesen Schritt zu wagen. Ohne Vermögen hätte ich es nicht gemacht; dafür bin ich zu risikoscheu. Nach der Kündigung bin ich nach Leipzig gezogen, habe mir eine Auszeit gegönnt, viel Zeit im Garten verbracht, und am See, und hier und da. Im klassischen Angestelltenverhältnis möchte ich nicht mehr arbeiten.
Selbstständigkeit als Finanzmentor:
Was liegt für mich näher, als Finanzmentor zu werden, mein Wissen weiterzugeben, anderen damit zu helfen und damit Geld zu verdienen? Ich gehe diesen Schritt, auch wenn es diese Art der Finanzberatung hierzulande schwer hat. Aber es sollte möglich sein. Ein Blick in die sozialen Netzwerke reicht: Leute geben Geld für schwachsinnige und mit leeren Versprechen vollgepackte Coachings aus. Zudem setzen Finanzstrukturvertriebe und Vermögensverwalter Milliarden Euro in Deutschland um, indem sie teure Anlageprodukte vermitteln oder Kundengelder verwalten. 15 Millionen Riesterverträge wurden in Deutschland abgeschlossen, die meisten davon rentieren sich kaum. Diese Tatsachen zeigen mir, dass es in Deutschland möglich ist mit honorarbasierter Beratung Geld zu verdienen.
Schlechte Erfahrungen mit Anlage- und Versicherungsberatern:
Honorarbasierte Finanzberatung hat es hierzulande schwer, weil es vermeintliche Beratung scheinbar kostenlos gibt: Provisionsbasierte Finanzberatung und Versicherungsvermittlung. Das ist oft keine Beratung, sondern Vertrieb von Finanz- und Versicherungsprodukten, manchmal äußerst dreist und skrupellos. Ich habe mehrfach beobachtet, wie im eigenen Familien- und Freundeskreis unnütze und teure Anlageprodukte und Policen empfohlen wurden. Auch auf LinkedIn beobachte ich das Gebaren der Finanzvertriebler. Häufig wird mit Angst und Gier gespielt, statt nüchtern die Fakten zu beleuchten.
Finanzbildung fängt in der Kindheit an:
Meine Oma und mein Vater führten mich an den Umgang mit Geld und Wertpapieren heran. Meine Oma hat mir gezeigt, wie ein Haushaltsbuch geführt wird. Mein Vater zahlte regelmäßig zusammen mit mir das gesparte Taschengeld auf das Sparbuch ein. Wir freuten uns über die Zinsen. Meine ersten Aktien bekam ich mit 14 Jahren von meinem Vater geschenkt. Mit 18 eröffnete ich ein Depot, um selbst Aktien kaufen zu können. Das war 2004; vier Jahre vor der Finanzkrise. Wie viele Erstanleger wollte ich schnell reich werden. Der Traum schien mit technischer Analyse in Kombination mit Hebelzertifikaten und CFDs erreichbar zu sein; so zumindest versprachen es einige „Experten“. Das funktionierte natürlich nicht. 2007/2008 stand das Depot mit einer Mischung aus Aktien und Hebelzertifikaten tief im Minus. Trotz der Verluste bin ich dran geblieben. Ich las in den nachfolgenden Jahren die relevante Börsen-Literatur und bin bei einem Anlage-Ansatz hängen geblieben, der mir am sinnvollsten erschien.
So lege ich mein Geld an:
Zum überwiegenden Teil habe ich mein Geld am Aktienmarkt investiert. Ich habe ein breit aufgestelltes Portfolio. Dabei setze ich auf eine Value-Strategie mit Fokus auf Qualität in Kombination mit einem Buy-and-Hold-Ansatz. Ich verkaufe nur sehr selten Aktien. Ich prognostiziere den Markt nicht. Über die Jahre habe ich mir eine Watchlist mit ca. 600 Unternehmen aufgebaut, die ich interessant finde und die meine Anlage-Kriterien erfüllen. Von einigen Unternehmen beobachte ich seit 20 Jahren die Geschäftsentwicklung. Börse und Wirtschaft sind mein Hobby. Ich betreibe den Aufwand aus Interesse, nicht weil ich glaube, dadurch eine Überrendite zu erzielen.
Das mache ich sonst noch:
Neben der Börse interessiere ich mich für viele Dinge: Kunst, Kultur, Politik. Ich bin handwerklich tätig und gärtnere gerne. In meinem Kleingarten verbringe ich viel Zeit; die Wohnung gleicht im Frühjahr einer Gärtnerei. Ich lese viel, radele, spaziere, schwimme und treffe mich mit Freunden.