Freitag ab eins macht jeder seins …

Ab in den Garten!

Die milderen Temperaturen hielten nicht lange. Schnee und Frost sind zurückgekommen und haben den Austrieb der Frühblüher weiter verzögert. Die Frühblüher sind nun seit etwa drei Wochen im Verzug im Vergleich zu den letzten beiden Jahren. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen. Nach dem phänologischen Kalender beginnt hier der Vorfrühling normalerweise Ende Februar, Anfang März. In den letzten beiden Jahren begann er schon Ende Januar.

Ein Teil der Winterlinge blüht schon. Schneeglöckchen und Krokusse haben ausgetrieben. Die Frühjahrs-Alpenveilchen bedecken mit ihren Blättern seit Herbst den Boden und blühen nun auch nach und nach auf. In den kommenden Tagen soll es warm werden. Der Garten wird sich schlagartig verändern: Ein Teppich aus rosafarbenen, gelben und weißen Blüten wird das Ende des Winters ankündigen und den Frühling einläuten.

Trotz des Wetters war ich jeden Tag kurz im Garten. Ich habe die abgestorbenen Stängel der Stauden entfernt, damit die Frühblüher besser zur Geltung kommen. Zudem habe ich angefangen, unsere Hecke in Form zu schneiden – meditativ mit der Gartenschere. Unsere Hecke ist ein lebendes Denkmal aus den 1930er-Jahren. Für die Seidenproduktion wurden damals in unserer KGV-Anlage Maulbeeren als Hecken gepflanzt.

Des Weiteren habe ich den Kleinkram des Vorgängers in der Werkzeugkammer gesichtet und angefangen zu säubern und zu sortieren: Nägel und Schrauben, Schlauchschellen, Werkzeuge und andere Eisenwaren; vieles davon angerostet. Eigentlich wäre es sinnvoll, alles zu entsorgen. Eigentlich. Das ein oder andere lässt sich vielleicht noch gebrauchen – was davon. weiß ich noch nicht. Kaputtes und stark Verrostetes wird entsorgt, der Rest wird grob von Dreck befreit, sortiert und in geschlossene Behälter umgefüllt, damit sie nicht wieder verdrecken. Die Kisten und Schächtelchen kommen in den Müll. Beim Sortieren ging mir durch den Kopf, dass ein nicht unwesentlicher Teil an Nägeln, Schrauben und Werkzeugen von Generation zu Generation weitervererbt und niemals verwendet wird. Ich habe schon so viele Nägel geerbt und erst so wenige verwendet …

Zu Hause habe ich mit der Anzucht begonnen und Physalis gesät. In zwei Monaten wird das Wohnzimmer wieder vollgestellt sein mit Dutzenden Pflanzen: Physalis, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Chili und dazu noch einige Stauden, die ich säen möchte. Im Garten und auf dem Balkon stehen schon mehrere Trays mit Kaltkeimern. Die verspätete Zierpflanzenanzucht vom letzten Herbst scheint sich trotz widriger Bedingungen gut zu entwickeln. Bei Minusgraden hatte ich sie immer in die Wohnung geholt, damit sie nicht erfrieren. Dieses Hin und Her, die Temperaturschwankungen und auch das wenige Licht sind dem gesunden Pflanzenwachstum nicht förderlich. Mit den nun milderen Temperaturen und der längeren Tagesdauer werden sie sich auf dem Balkon kräftigen. Bald kann ich sie im Garten auspflanzen. Ich bin gespannt, wie der Garten in diesem Jahr aussehen wird.


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