Betrugsmaschen zu erkennen schützt Vermögen

„Sie übergab einer vermeintlichen Polizistin mehr als 100.000 Euro. […] Der vermeintliche Polizist habe sie durch eine geschickte Gesprächsführung überredet, Bargeld zur sicheren Verwahrung an eine Kollegin zu übergeben, hieß es. Darauf händigte die Seniorin ihr einen sechsstelligen Betrag aus.“ So steht es in einem Artikel der dpa Sachsen, der von der Zeit übernommen wurde.

Mein Newsfeed zeigte mir gestern gleich drei Betrugsnachrichten an:


Ich weiß nicht, wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Nachrichten ist; insbesondere bei den verlorenen Beträgen habe ich meine Zweifel. Warum bewahrt eine 89-Jährige über 100.000 € zu Hause auf und übergibt sie auch noch bereitwillig an eine fremde Person? Manchmal bewahren Leute aber auch größere Mengen Gold zu Hause auf und fallen auf den Enkeltrick herein, wie es hier geschehen sein soll:

Mit dem Enkeltrick wurden schon einige größere Vermögen erbeutet, in bar, in Gold, in Form von Schmuck oder Kunst.



Aber egal wie hoch die Beträge sind, solche Nachrichten sensibilisieren. Man wird ständig mit Betrugsversuchen konfrontiert und früher oder später fällt man vielleicht selbst darauf herein.

Zum angerichteten Schaden durch Betrugsmaschen wie Enkeltrick, Phishing oder vermeintlichen Tradingplattformen gibt es keine genauen Daten. Schätzungen gehen davon aus, dass allein durch Fake-Shops letztes Jahr um die 100 Millionen Euro in Deutschland ergaunert wurden. Dass es keine genauen Daten gibt, liegt daran, dass viele Geschädigte unter anderem aus Scham den Betrug nicht anzeigen. Vielleicht haben sie im Nachhinein selbst gedacht: „Wie blöd bin ich denn gewesen?“

Ich lese häufig solche Nachrichten und neige schnell dazu, zu denken: Wie dumm sind denn diese Leute? Mit Dummheit hat das oft nichts zu tun: Man steht unter Stress, ist verliebt oder glaubt, ein krasses Schnäppchen zu machen. Betrüger triggern und emotionalisieren. Das vernebelt den Verstand und verleitet zu dummen Handlungen, auch wenn die Geschädigten sonst intelligente Leute sind. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es Menschen mit akademischem Hintergrund und anspruchsvollen Berufen, die dennoch auf offensichtliche Betrugsmaschen hereingefallen sind. Es wäre ein Irrtum zu glauben, Betrug sei auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beschränkt. Laut einer Schufa-Umfrage sind 24 % der Befragten schon einmal selbst Opfer von Online-Betrug geworden. Bei der Umfrage soll es sich um eine bevölkerungsrepräsentative, quantitative Erhebung unter 1.000 Teilnehmenden handeln.

Betrugsmaschen zu kennen und zu erkennen, sehe ich als wichtigen Teil des Vermögensschutzes. Unter anderem deswegen beschäftige ich mich damit und kläre dazu auf. Mit Wissen, Skepsis und klarem Verstand lassen sich die allermeisten Betrugsversuche als solches erkennen.


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